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Es ist nur so ein Gefühl. Aber manchmal vermisse ich Gerhard Schröder.
Eigentlich darf man das gar nicht sagen – bei dem monströsen Murks, den er in so vielem gemacht hat. Stimmt schon, Schröders Zeit war um. Das Land fährt besser ohne ihn.
Trotzdem. Es fehlt etwas. Es fehlt einer, an dem sich alle reiben wollen bis zur Weißglut, der Pfeile auf sich zieht und welche abschießt. Wetten, dass Guido Westerwelle und Oskar Lafontaine genauso denken? Und sogar Horst Köhler, der einen großen Schatten nur so lange warf, wie Schröders Sonne schien?
Das hängt nicht allein damit zusammen, dass Opposition gegen das Bündnis von Rot und Schwarz ein so außerordentlich undankbares Geschäft ist. Dass mangels Resonanzboden in einer großen Oppositionspartei auch die Medien es verdammt schwer haben, etwas zum öffentlichen Thema zu machen und zu erörtern, ob es sich um einen Missstand handelt. Unter diesen Bedingungen wird im Jahr 2006 die WM die größten politischen Emotionen erzeugen. Nicht die Mehrwertsteuererhöhung, nicht die Gesundheitsreform.
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